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   Die Geschichte des Lagers
Rolle und Rad

Am Anfang hatte der Mensch mit den Naturgewalten extrem zu kämpfen, mit der Zeit lernte er Werkzeuge zu gebrauchen und verbessert dadurch seine Überlebenschancen in der rauhen Natur enorm. Die immer sesshafter werdende Sammler bauten sich Behausungen und Kultstätten für ihre Toten und ihre Götter. Je schneller die Bevölkerung wuchs, je grösser diese Behausungen und Kultstätten wurden, desto größere Transportprobleme mussten bewältigt werden.In den Fällen wo menschliche Ausdauer Kraft und zum Tragen der Last nicht ausreichten, wurde schwere Gegenstände einfach auf Gleitkufen gesetzt und damit an den Bestimmungsort gezogen. Auf trockenem Boden erforderte das Ziehen dieser Schlitten enorme Kräfte. Dies Kräfte konnten durch eine Schmierung zwischen Boden und Schlitten beträchtlich verrringert werden. Man fand bald heraus dass die Zugkraft beträchtlich verringert werden konnte, indem man zwischen dem Boden und den Kufen lose Rollen legte, das heißt, man ersetzte den Gleitvorgang durch einen Rollvorgang. Die Sternstunde der Menschheit ist ganz bestimmt die Umwandlung der losen Rolle zum Rad. Erst die Erfindung des Rades machte den bau von Fahrzeuge möglich und leitete eine sprunghafte Entwicklung des Transportwesens ein.
 
        
 
Das Rad

Man glaubt dass das Rad seit mindestens sechstausend Jahre in Gebrauch ist. Der Ursprung von Rad und Wagen wird dem Innern Asiens zugeschrieben. Archäologische Funde in Mesopotamien, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris deuten darauf hin, dass das Rad, bereits im vierten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung in Gebrauch war. Das Rad hatte für die Menschen damals eine ganz besondere Bedeutung, dies kommt darin zum Ausdruck, dass es in alten Religionen und ihren Kultstätten das Symbol für die lebensspendende Sonne ist.
 
  
 
Rad und Lager

Das Rad entstand eigentlich erst, als lose Rollen durch eine Lagerung mit dem Fahrzeug in Verbindung gebracht werden konnten. In der Natur gibt es kein Vorbild für die Lagerung von Rädern auf Achsen. Dadurch stand der Mensch vor einer grossen technischen Herausforderung.
 
Das Lager

Lager dienen zum Tragen und Stützen der Zapfen von Wellen und Achsen. Lager für Tragzapfen, die Kräfte quer zur Bohrungsachse aufnehmen sollen, bezeichnet man als Traglager oder Querlager. Lager für Spurzapfen, die Kräfte in der Längsrichtung aufnehmen sollen, nennt man Spurlager oder Längslager. Dabei unterscheidet man jeweils Gleitlager und Wälzlager.
 
Gleitlager

Beim Gleitlager läuft der Zapfen in Lagerschalen, in Lagerbüchsen oder unmittelbar im Lagerkörper. Lager für grosse Zapfendurchmesser und solche, die sich bei der Montage nicht über die Wellen schieben lassen, z.B. bei kurbelwellen, müssen zweiteilig sein. Zur Verminderung der Reibung zwischen Zapfen und Lager muss sich ein nicht abreissender Schmierfilm bilden können, desshalb ist ein Lagerspiel erforderlich. Die Grösse des Lagerspieles richtet sich nach den Anforderungen, die an die lagerung gestellt werden und nach dem Schmiermittel. Gleitlager sind unempfindlich gegen Stösse, laufen gräuscharm und eignen sich sowohl für grössere als auch für kleinere Umfangsgeschwindigkeiten der Lagerzapfen. Nachteilig ist ihr grosser anlaufwiderstand; ausserdem bedürfen sie einer ständigen Wartung.
 
Wälzlager

Ein Wälzlager besteht aus dem äusseren und dem inneren Laufring, den Wälzkörpern und in der Regel einem Wälzkörperkäfig. Dazu kommen noch die Deck- oder Dichtscheiben.

Die Wälz-oder Rollkörper wälzen sich auf den Laufbahnen der Laufringe ab. Dadurch wird die gleitende Reibung durch die viel geringere rollende Reibung ersetzt. Die Wälzkörper können einreihig oder zweireihig angeordnet sein. Der Käfig hält die Wälzlager in einem bestimmten Abstand voneinander.
 
  
 
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